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FB40: Emanzipation der Frauen am Land

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird vorerst eine theoretische Standortbestimmung der bäuerlichen Landwirtschaft in der industriell-kapitalistischen Gesellschaft vorgenommen. Darauf aufbauend werden die "blinden Flecken" in der Agrartheorie aus feministischer Sicht aufgezeigt, wobei es vor allem um die Sichtbarmachung der Frauenarbeit in der Landwirtschaft geht.

Bei der folgenden sozialstrukturellen Analyse der Situation der Frauen in ländlichen Regionen Österreichs und der EU wird neben der demographischen Betrachtung vor allem auf die Erwerbsbeteiligung von Landfrauen eingegangen.

Im Hinblick auf Frauenfördermöglichkeiten durch die EU für Frauen am Land wird zuerst die Entwicklung der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union aufgezeigt und auf die Möglichkeiten von Frauenförderung im Rahmen der EU-Regional- und Strukturpolitik eingegangen. Im Anschluss werden die Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Frauen in den zwei österreichischen Studienregionen präsentiert, wobei neben dem Anspruch der Erfassung des Aktivierungs- und Innovationspotentials der am Land lebenden Frauen vor allem das Unbekannte des Frauenalltags und der Lebensläufe der Frauen erforscht wurde.

Weiters werden im Hinblick auf die Regional- und Strukturförderung in diesen beiden Regionen die Wahrnehmung und Akzeptanz des EU-Beitritts in den Augen der befragten Frauen sowie die Bedürfnisse der Frauen an eine frauenspezifische Förderung erhoben.

Aus den Erkenntnissen der theoretischen Abhandlung und den Ergebnissen der Befragung werden Schlussfolgerungen formuliert, die auf mögliche Verbesserungen der Lebenssituationen und der Aktivierung von Frauen in ländlichen Regionen abzielen.

ProjektleiterIn

OEDL-WIESER, Theresia

Mag.a DI.in Dr.in Theresia OEDL-Wieser

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
Dietrichgasse 27
1030 Wien
 +43 (1) 71100 - 637415

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