Der ländliche Raum und die Landwirtschaft stehen vor großen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen in Bezug auf den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und der Wasserversorgung (vgl. Long-term Vision for EU Rural Areas, Rural Pact, EU Rural Action Plan). Ebenso zeigen sich sozioökonomische Herausforderungen, wie geringe Einkommen, demografische Veränderungen und schwieriger Zugang zu Dienstleistungen im ländlichen Raum. Infolgedessen besteht ein Bedarf an verbesserten innovativen Geschäfts- und Produktionsmodellen in ländlichen Räumen, die sich positiv auf die Nachhaltigkeit der unterschiedlichen Wirtschaftsbereiche in ländlichen Räumen auswirken. Technologische, Prozess- und Organisationsinnovation müssen Berücksichtigung finden, ebenso wie deren ökonomische, ökologische und soziale Wirkungen. Das Horizon Europe Projekt NEXRUR (Next Generation Sustainable Business Models and Monitoring for Rural Resilience and Innovation) mit 22 Partnern aus EU Ländern und 9 aus China eröffnet die Möglichkeit, unterschiedlichste Ansätze zu Innovativen ländlichen Räumen vorzustellen und auf ihre Wirkungen hin zu analysieren.
Zielsetzung
Das Hauptziel von NEXRUR ist die Untersuchung der Innovationsdynamik und der Strategien für den Wandel in ländlichen Gebieten durch internationale Zusammenarbeit zwischen der EU-Ländern und auch China zu erforschen, um Landwirt:innen und ihre Gemeinden in die Lage zu versetzen, neue oder verbesserte nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln, auszuwählen und zu verbreiten, sowie ihre ökonomischen, sozialen und ökologischen Wirkungen auch hinsichtlich Resilienz zu beobachten. Der Schwerpunkt liegt auf „Community Led Agricultural Business Models“. Wichtig ist dabei, die entsprechenden Stakeholder einzubinden, Dialoge und Zusammenarbeit zu fördern, Methoden zur Analyse und Indikatoren zum Monitoring zu entwickeln und auch die Umsetzung und Verbreitung von innovativen Geschäftsmodellen zu unterstützen.
Arbeiten 2025
Da der offizielle Projektstart erst am 1.10.2025 war, bestanden die Arbeiten hauptsächlich in formalen Vorbereitungen des Grant Agreements, des Consortium Agreements, des Werkvertrags für die österreichische Fallstudie sowie in der Organisation der Aufgabenverteilung zwischen BAB und BAB Project. Es ist vorgesehen, einen Teil der Projektarbeit über BAB Project abzuwickeln. Das Kick- off Meeting des europäischen Projektteils fand vom 22.-24.10. in Potsdam/Deutschland statt.
- Formale Vorbereitungsarbeiten und Informationssammlung, Stakeholder Mapping zur österreichischen Fallstudie FoodCoop „S‘Gartl“;
- Vorbereitungsarbeiten und Konzeption zur frühzeitigen und substanziellen Einbindung der Stakeholder in die Fallstudien für das Gesamtprojekt;
Geplante Arbeiten 2026
Die BAB ist in alle Arbeitspakete des Projektes eingebunden, wird Kommentare und Informationen zur österreichischen Situation liefern und Erfahrungen aus früheren EU-Projekten (LIVERUR, SIMRA) einbringen z.B. zur Darstellung spezifischer Konzepte von Community-led Businesses sowie zu Monitoringindikatoren. Der Schwerpunkt der Arbeiten zu Beginn des Projektes liegt jedoch in den Arbeitspaketen 2 und 3: Einerseits in der Analyse - nach den im Projekt entwickelten Vorgaben - der österreichischen Fallstudie (FoodCoop s‘Gartl in Oberösterreich, Willkommen - s'Gartl) in enger Zusammenarbeit mit der Initiative, andererseits auch mit Arbeiten zur gemeinsamen Organisation sogenannter Nationaler Stakeholder Panels für alle Fallstudien. Die Arbeiten im Rahmen der Fallstudie werden zum größeren Teil über BAB Project abgewickelt.
Zeitplan
Projektbeginn: 01/2025
Projektende: 12/2029