Forschungsprojekte

BAB 072/24: Vorbereitung, Datenmanagement und Evaluierung ausgewählter Evaluierungsthemen

des österreichischen  GAP-Strategieplans 2023-2027 sowie des Ländlichen Entwicklungsprogramms 2014-2020

Der Evaluierung der Umsetzung und Wirkung der im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gesetzten Maßnahmen kommt eine besondere Bedeutung zu. Den Evaluierungsrahmen dazu geben die Verordnungen auf EU-Ebene vor. Im Rahmen der Evaluierung werden beispielsweise die Interventionslogik der nationalen agrarpolitischen Programme bzw. Pläne überprüft, die Wirkungen der Maßnahmen der GAP bewertet und Empfehlungen zur Anpassung und Weiterentwicklung von Maßnahmen entwickelt (z.B. BMLUK, 2023).

Mit dem Österreichischen Programm zur Entwicklung des Ländlichen Raums 2014-2020 (LE 14-20) wurden sechs Prioritäten der EU umgesetzt (z.B. BMLUK, 2025a; BMNT, 2018). Diese sechs Prioritäten (mit der übergeordneten Priorität Wissenstransfer und Innovation und mit den für die anderen Prioritäten relevanten drei Querschnittszielen) sind wiederum in mehrere Schwerpunktbereiche (SPB) aufgeteilt; die zugehörigen Maßnahmen sollen zu den allgemeinen und spezifischen Zielen der GAP dieser Förderperiode beitragen (z.B. Europäische Kommission, 2015). Bei der Evaluierung des LE 14-20 sind die Evaluierungsfragen (siehe Durchführungsverordnung EU-VO 808/2014, Anhang V) zu beantworten. Diese Schritte erfolgten bereits in den Jahren 2017 und 2019 im Rahmen der erweiterten jährlichen Durchführungsberichten (siehe dazu BMLUK, 2025b). Den Abschluss bildet die nun anstehende Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20.

Die Vorgaben zur und die Anforderungen an die Evaluierung haben sich zwischen den Förderperioden geändert. Für die Evaluierung des österreichischen GAP-Strategieplans 2023-2027 (GSP 23-27; BMLUK, 2025c) geben den rechtlichen Rahmen des Monitoring- und Evaluierungssystems im Wesentlichen die GAP-Strategieplanverordnung EU-VO 2021/2115 sowie Durchführungsverordnungen vor (siehe z.B. BMLUK, 2023). Laut Evaluierungsplan für den GSP Österreich 2023-2027 (BMLUK, 2023) soll jedes der drei Allgemeinen Ziele der GAP und jedes der neun Spezifischen Ziele (SZ), einschließlich des Querschnittsziels, sowie jedes Spezifische Thema (z.B. Biologische Landwirtschaft als nationales Thema) mindestens einmal im Umsetzungszeitraum bewertet werden, wobei die Wirkung der Interventionen auf die einzelnen SZ eingeschätzt werden müssen. Als Basis für die Evaluierung dienen die 36 ausgearbeiteten Evaluierungsthemen (d.h. zentrale inhaltliche Fragestellungen mit definierten Evaluierungsfragen und ihren Erfolgsfaktoren) (BMLUK, 2023).

Der Zeitraum für die Evaluierung des GSP 23-27 kann  laut Evaluierungsplan auf die Jahre 2025-2028 eingegrenzt werden; die Ex-Post-Evaluierung des österreichischen GSP 23-27 ist für den Zeitraum 2029-2031 geplant. Zeitlich werden sich die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Evaluierung des GSP 23-27 mit der Ex-post-Evaluierung des LE 14-20 sowie mit der Programmierung des GSP 2028-2035 überschneiden.

Zielsetzung

Im Rahmen des Langzeitprojektes der BAB erfolgt die Vorbereitung und Durchführung der Ex-Post-Evaluierung des österreichischen LE 14-20 sowie der Evaluierung des österreichischen GSP 23-27 von ausgewählten Evaluierungsthemen bzw. -bereichen: Bildung und Beratung, Agricultural Knowledge and Innovation Systems (AKIS); Wettbewerbsfähigkeit und Hofnachfolge; Haushaltseinkommen; Umwelt und Klima; Gleichstellung; LEADER/Community-Led Local Development (CLLD); Mobilität und Breitbandinfrastruktur.

Ziele des Langzeitprojektes sind i) die wissenschaftliche Begleitung der sich zeitlich überschneidenden Evaluierungen (Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20, Evaluierung des GSP 23-27) durch die Unterstützung und wissenschaftliche Beratung des BMLUK (Abteilung II/1 und Interventionsverantwortliche) bei der Vorbereitung der Evaluierung, durch die Identifikation erforderlicher Evaluierungsstudien etc.; ii) die Spezifizierung erforderlicher und Überprüfung vorhandener Daten, die – gemeinsam mit geeigneten Methoden - zur Beantwortung der Evaluierungsfragen notwendig sind, sowie die Identifizierung von Datenlücken unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus vorangegangenen Evaluierungen; und iii) die Evaluierung ausgewählter Evaluierungsthemen bzw. -bereiche im Rahmen der Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 sowie im Rahmen der Evaluierung des GSP 23-27 unter Berücksichtigung der jeweiligen Vorgaben und Erfordernisse (z.B. Beantwortung der vorgegebenen Evaluierungsfragen, Berechnung von Indikatoren)

Entsprechend den rechtlichen Vorgaben stehen im Vordergrund der Evaluierungen die Wirkungen des LE 14-20 bzw. des GSP 23-27. Für die Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 kann an der BAB bereits auf Erfahrungen und Ergebnisse vorhergehender Evaluierungen dieser Förderperiode aufgebaut werden. Bei der Evaluierung des GSP 23-27 steht zudem die Bewertung der Evaluierungskriterien Relevanz, Effektivität, Effizienz, Kohärenz und Unionsmehrwert   im Vordergrund.

Das Projekt besteht aus mehreren Arbeitspaketen (AP), im Rahmen derer die Evaluator:innen der BAB die Evaluierung ausgewählter Evaluierungsthemen bzw. -bereiche (Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20, Evaluierung des GSP 23-27) durchführen. Die AP-Leiter:innen sind jeweils für die Koordination und Durchführung der Evaluierungstätigkeiten, die ihre AP betreffen, verantwortlich. Hauptaufgaben der Leitung des Gesamtprojektes an der BAB sind z.B. die Koordination von Evaluierungstätigkeiten über die AP hinweg, der kontinuierliche Austausch mit dem BMLUK hinsichtlich der Organisation der Evaluierungstätigkeiten und der Austausch mit dem Projektteam des Projektes BAB 073/24 „GAP Datenpool – Datenmodellierung und Datenmanagement“.

Stand des Gesamtprojektes

Im Jahr 2024 wurden gemeinsam mit dem BMLUK (nun BMLUK, Abt. II/1) die Evaluierungsthemen und Bereiche festgelegt, bei denen die BAB bei der Evaluierung des GSP 23-27 mitarbeiten wird: Die BAB wird die Evaluierung des Allgemeinen GAP Ziels B („Förderung des Umweltschutzes, der biologischen Vielfalt und des Klimaschutzes, Beitrag zur Erreichung umwelt- und klimabezogener Ziele der EU“) koordinieren. Darüber hinaus wird die BAB folgende Bereiche evaluieren: das SZ 02 (Verstärkte Ausrichtung auf den Markt und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe), das SZ 07 (Steigerung der Attraktivität für Junglandwirte; Erleichterung der Unternehmensentwicklung), das Querschnittsziel QZ 10 (AKIS), das Evaluierungsthema „Mehrwert von LEADER“ sowie das Evaluierungsthema „Gleichstellung“. Zudem wurden im Jahr 2025 die Evaluierungsbereiche der BAB für die Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 definiert und festgelegt, dass die BAB auch das Evaluierungsthema „Haushaltseinkommen landwirtschaftlicher Unternehmen“ (als Teil von SZ 01 – Tragfähige landwirtschaftliche Einkommen, Widerstandsfähigkeit und Ernährungssicherheit) des GSP 23-27 evaluieren wird.

Im Zusammenhang mit diesen Bereichen und darüber hinaus wurde 2024 und 2025 das BMLUK laufend bei der Vorbereitung der Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 und der Evaluierung des GSP 23-27 unterstützt, z.B. durch die Spezifikation erforderlicher Daten und das Aufzeigen von Datenlücken, durch die Teilnahme an Koordinierungsbesprechungen im BMLUK zu den betroffenen Evaluierungsthemen und Evaluierungsbereichen sowie an Workshops, durch die Ermittlung des Bedarfs an Evaluierungsstudien, durch die wissenschaftliche Begleitung von Evaluierungsstudien, durch inhaltliche und wissenschaftliche Beratung oder über die Teilnahme an Workshops. Details zu Tätigkeiten und Umfang der Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 und der Evaluierung des GSP 23-27 wurden in den einzelnen AP mit dem BMLUK abgestimmt.

Geplante Arbeiten 2026

Im ersten Halbjahr 2026 steht die Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 im Vordergrund der Tätigkeiten. Im Wesentlichen sollen die Berichte der Halbzeitbewertung des LE 14-20 aus dem Jahr 2019 auf Basis von aktuellen Daten, von eigenen quantitativen und qualitativen Auswertungen und Analysen, Ergebnissen aus Evaluierungsstudien und wissenschaftlicher Literatur etc. im Rahmen der jeweiligen AP aktualisiert und ergänzt werden. Dazu ist auch eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Evaluator:innen erforderlich. Zudem werden Evaluierungsstudien seitens der BAB begleitet.

Parallel dazu wird die Evaluierung des GSP 23-27 im Umsetzungszeitraum vorbereitet, deren Durchführung im zweiten Halbjahr 2026 beginnen wird. Die erforderlichen Tätigkeiten im Zusammenhang damit – z.B. die Spezifikation der erforderlichen Daten, die Unterstützung des BMLUK durch die Begleitung der Evaluierungsstudien, die Teilnahme an Koordinierungsbesprechungen im BMLUK zu den betroffenen Evaluierungsthemen (ET) sowie an Workshops ‑ werden in Zusammenarbeit mit dem BMLUK koordiniert, geplant und durchgeführt. Darüber hinaus wird die BAB die Evaluierung ausgewählter Evaluierungsthemen und -bereiche im Rahmen der AP durchführen und die entsprechenden Evaluierungsfragen mithilfe von z.B. Daten- und Literaturrecherchen, unterschiedlicher quantitativer und qualitativer Methoden sowie Datenauswertungen und -analysen beantworten. Das Evaluierungsteam stimmt sich dabei bedarfsmäßig mit den Evaluator:innen anderer ET ab. Für die Evaluierung des GSP 23-27 wird ein kontinuierlicher Austausch mit dem Projektteam des Projektes BAB 073/24 „GAP Datenpool – Datenmodellierung und Datenmanagement“ erfolgen, um die Entwicklung der Datenbasis und die Anforderungen an die Daten seitens der Evaluator:innen aufeinander abzustimmen.

Weitere Details finden sich nachfolgend in den Beschreibungen der einzelnen AP: 

 

Arbeitspaket „Bildung und Beratung, AKIS“
(Arbeitspaketleitung: Sarah Lappöhn; Mitarbeit: Sophie Pfusterschmid, Dieter Kömle)

- Ex-Post-Evaluierung des LE 14–20:

Evaluierung der SPB 1A (Förderung der Innovation, der Zusammenarbeit und des Aufbaus der Wissensbasis in ländlichen Gebieten), 1B (Stärkung der Verbindungen zwischen Landwirtschaft, Nahrungsmittelerzeugung und Forstwirtschaft sowie Forschung und Innovation, unter anderem zu dem Zweck eines besseren Umweltmanagements und einer besseren Umweltleistung) und 1C (Förderung des lebenslangen Lernens und der beruflichen Bildung in der Land- und Forstwirtschaft)

- Evaluierung GSP 23–27:

QZ 10 (AKIS) mit dem ET_Q2 “Qualifikation und Kompetenzaufbau, AKIS”

Im Evaluierungsplan für den GSP 23–27 wurde das Evaluierungsthema „ET-Q2 Qualifikation und Kompetenzaufbau, AKIS“ festgelegt, das als integriertes Thema das Querschnittsziel QZ10, AKIS (Agricultural Knowledge and Innovation Systems) und die digitale Strategie betrifft. Die Evaluierungsfrage dazu lautet: „In welchem Umfang hat der GSP auf Basis eines strategischen Ansatzes (Kap 8 GSP) dazu beigetragen, das nationale AKIS zu verbessern und die Vermittlung und Anwendung von Wissen, Innovationen und digitalen Lösungen im Agrarsektor und für Akteurinnen und Akteure in Ländlichen Regionen unterstützt und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit, Kohärenz und EU-Mehrwert zu beurteilen?“

2025 erfolgte die Analyse des Datenbedarfs sowie der Datenverfügbarkeit für die Ex-Post-Evaluierung. Erstmals stand für den Zeitraum 2015 bis 2024 ein umfassender Datensatz zu Teilnehmer:innen an Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung. Der Datensatz kann über die Betriebsnummer mit INVEKOS-Daten verknüpft werden. Die verknüpften Datensätze werden für die  Ex-Post-Evaluierung mittels deskriptiver Statistik ausgewertet und erlauben beispielsweise erstmals eine differenzierte Analyse darüber, welche Betriebe und Personen durch Weiterbildungsmaßnahmen erreicht werden und welche nicht. Die eigenen Analysen werden durch Ergebnisse von Evaluierungsstudien sowie anderen aktuellen Forschungsprojekten ergänzt.

Für die Durchführungsevaluierung soll im Jahr 2026 geprüft werden, ob anhand des neuen Datensatzes kausale Effekte von Weiterbildungsteilnahmen auf betriebswirtschaftliche sowie umweltbezogene Kennzahlen identifiziert werden können und welche Methoden sich dafür eignen.

Da Wissen und Innovation Querschnittsthemen sind, erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit anderen Evaluator:innen. Zudem nimmt das Evaluierungsteam an Begleitausschüssen von Evaluierungsstudien in dem Themenfeld teil.

 

Arbeitspaket „Wettbewerbsfähigkeit und Hofnachfolge“
(Arbeitspaketleitung: Christoph Tribl, Josef Hambrusch; Mitarbeit: Dieter Kömle, Martin Weigl, Julian Zeilinger)

- Ex-Post-Evaluierung des LE 14–20:

1) Evaluierung von SPB 2A (Verbesserung der Wirtschaftsleistung aller landwirtschaftlichen Betriebe, Unterstützung der Betriebsumstrukturierung und ‑modernisierung insbesondere mit Blick auf die Erhöhung der Marktbeteiligung und ‑orientierung sowie der landwirtschaftlichen Diversifizierung) mit der Kern-Vorhabensart (VHA) VHA 4.1.1 – „Investitionen in die landwirtschaftliche Erzeugung“ und der Evaluierungsfrage „In welchem Umfang haben die Interventionen im Rahmen des Programms zur Entwicklung des ländlichen Raums dazu beigetragen, Wirtschaftsleistung, Betriebsumstrukturierung und -modernisierung der geförderten landwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere durch Erhöhung der Marktbeteiligung und der landwirtschaftlichen Diversifizierung zu verbessern?“.

2) Evaluierung von SPB 2B (Erleichterung des Zugangs angemessen qualifizierter Landwirte zum Agrarsektor und insbesondere des Generationswechsels) mit der Kern-VHA 6.1.1 – „Existenzgründungsbeihilfen für Junglandwirt:innen“ und der Evaluierungsfrage „In welchem Umfang wurde durch die Interventionen im Rahmen des Programms zur Entwicklung des ländlichen Raums der Zugang angemessen qualifizierter Landwirte zum Agrarsektor und insbesondere der Generationswechsel gefördert?“.

Diese beiden SPB sind der Priorität 2 „Verbesserung der Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und der Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft in allen Regionen und Förderung innovativer landwirtschaftlicher Techniken und der nachhaltigen Waldbewirtschaftung“ zugeordnet. Zur Beantwortung der Evaluierungsfragen sind bei SPB 2A Forschungskooperationen und bei SPB 2B eine externe Studie geplant.

- Evaluierung GSP 23–27:

1) ET_A01_3 „Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe und des Sektors“ (dem SZ 02 ‑ „Verstärkte Ausrichtung auf den Markt und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe“ bzw. Allgemeinem GAP-Ziel A – „Förderung des Agrarsektors und der Ernährungssicherheit" zugeordnet). Diesem Evaluierungsthema sind insbesondere investive Interventionen zugeordnet (z.B. V73-01 – „Investitionen in die landwirtschaftliche Erzeugung“). Die Evaluierungsfrage dazu lautet: „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Wettbewerbsfähigkeit land- und forstwirtschaftlicher Betriebe zu steigern und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit und Kohärenz zu beurteilen?“

2) ET_A0203_4 „Marktorientierung“ (dem SZ 02 bzw. Allgemeinem GAP-Ziel A zugeordnet) mit Interventionen wie z.B. V73-02 – „Verarbeitung und Vermarktung“, V77-01 – „Teilnahme an Qualitätsregelungen für Lebensmittel und Zierpflanzen“ oder sektoralen Interventionen im Bereich Obst und Gemüse. Die Evaluierungsfrage dazu lautet: „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Marktorientierung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe durch die Herstellung und Verarbeitung von Qualitätsprodukten sowie einer verbesserten vertikalen Kooperation entlang der Wertschöpfungskette zu steigern und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit und Kohärenz zu beurteilen?“

3) ET_C07_6 „Hofnachfolge und Betriebsentwicklung“ mit zwei Evaluierungsfragen (dem SZ 07 – „Steigerung der Attraktivität für Junglandwirte; Erleichterung der Unternehmensentwicklung“ bzw. dem Allgemeinen GAP-Ziel C – „Stärkung des sozioökonomischen Gefüges in ländlichen Gebieten“ zugeordnet) mit den zugeordneten Interventionen V30-01 – „Ergänzende Einkommensstützung für Junglandwirt:innen“, V75-01 – „Förderung der Niederlassung von Junglandwirt:innen“ und V73-08 – „Investitionen in Diversifizierungsaktivitäten inklusive Be- und Verarbeitung sowie Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse“. Diesem Evaluierungsthema sind zwei Evaluierungsfragen zugeordnet: „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Attraktivität der Landwirtschaft für Junglandwirte zu steigern und die inner- und außerfamiliäre Betriebsübernahme zu erleichtern und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit und Kohärenz zu beurteilen?“; „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe zu unterstützen und wie ist diese Wirkung im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit und Kohärenz zu beurteilen?“.

Im Rahmen des Evaluierungsthemas „Wettbewerbsfähigkeit“ sind Forschungskooperationen und im Rahmen der Evaluierungsthemen „Marktorientierung“ und „Hofnachfolge und Betriebsentwicklung“ sind externe Studien geplant. Die Forschungskooperationen bzw. externen Studien für die Evaluierung des GSP 23-27 stehen auch aufgrund der zum Zeitpunkt der jeweiligen Evaluierung vorliegenden Daten in Zusammenhang mit den geplanten Tätigkeiten für die Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20.

 

Arbeitspaket Forschungskooperation Bayern-Südtirol-Österreich (BAB Project, TU München, BAB):
(Arbeitspaketleitung: Julian Zeilinger; Mitarbeit BAB: Christoph Tribl, Josef Hambrusch)

In diesem Projekt und in Verbindung mit dem AP „Wettbewerbsfähigkeit und Hofnachfolge“ wird darüber hinaus das Projekt „Kreislaufwirtschaft zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität in Österreich & Bayern“ (BAB Project, TU München, BAB; Laufzeit 2026-2028) im Rahmen der Forschungskooperation Bayern-Südtirol-Österreich seitens der BAB unterstützt. Die inhaltliche Leitung der Forschungskooperation erfolgt über die BAB in diesem AP. Ziel des Projektes ist die Integration von biobasierter Kreislaufwirtschaft in die Bewertung der Produktivität von landwirtschaftlichen Betrieben. Auf diese Weise können wirtschaftliche Performance und Umweltleistung von Betrieben, die sich in ihrem Grad der Umsetzung von Kreislaufwirtschaft unterscheiden, gemeinsam verglichen werden. Es ist geplant, dass Ergebnisse der Forschungskooperation auch für die Evaluierung genutzt werden.

 

Arbeitspaket „Haushaltseinkommen landwirtschaftlicher Unternehmen“
(Arbeitspaketleitung: Gerhard Gahleitner; Mitarbeit: Julian Zeilinger)

- Evaluierung GSP 23–27:

ET_A01_1 „Haushaltseinkommen landwirtschaftlicher Unternehmen“ (dem SZ 01 zugeordnet bzw. dem allgemeinen GAP Ziel A zugeordnet).

Dem Evaluierungsthema sind Interventionen wie z.B. V21-01 Basiszahlung I, V21-02 Basiszahlung 2, V20-01 Umverteilungszahlung, V30-01 Zahlung Junglandwirte, V71-01 Ausgleichszulage, etc. zugeordnet. Die entsprechenden beiden Evaluierungsfragen lauten: „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Einkommen zu verbessern und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit und Kohärenz zu beurteilen“ und „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Volatilität der landwirtschaftlichen Einkommen zu senken und den Einkommensabstand zu verringern und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit und Kohärenz zu beurteilen“.

Im Rahmen der Bearbeitung des Evaluierungsthemas werden in erster Linie mehrjährige, mikroökonomische Daten von freiwillig für den Grünen Bericht buchführenden Betrieben herangezogen und ausgewertet.

 

Arbeitspaket „Umwelt und Klima“
(Arbeitspaketleitung: Julia Niedermayr; Mitarbeit: Christoph Tribl)

- Ex-Post-Evaluierung des LE 14–20:

Zusammenführung der Ergebnisse aus den relevanten SPB zur Beantwortung der Evaluierungsfrage 28 auf Basis der Evaluierungen der SPB der Prioritäten 4 und 5: „In welchem Umfang hat das Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums zum Ziel der GAP beigetragen, die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Klimaschutzmaßnahmen zu gewährleisten?“

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse für GAP-Ziel 2 – „Sicherstellung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Klimaschutzmaßnahmen“. Das Evaluierungsteam stimmt sich dabei mit den Evaluator:innen der jeweiligen SPB ab.

Die Ex-post-Evaluierung des LE 14-20 baut daher auf den Evaluierungsergebnissen der Evaluator:innen dieser SPB auf und kann erst erfolgen, wenn die jeweiligen Evaluierungsberichte vorliegen. Das Evaluierungsteam stimmt sich bedarfsmäßig mit den Evaluator:innen der SPB ab und unterstützt das BMLUK gegebenenfalls bei der Formulierung und Begleitung von Evaluierungsstudien. Die Arbeiten des Evaluierungsteams knüpfen dabei an die Tätigkeiten zur Erstellung des Berichts zur Halbzeitbewertung 2019 an.

- Evaluierung GSP 23–27:

ET_B “Übergreifende Bewertung allgemeines GAP-Ziel B” mit zwei Evaluierungsfragen: Die übergreifende Evaluierung des allgemeinen GAP-Ziels B baut auf den Ergebnissen der Evaluierungen der SZ 04 (Förderung des Klimaschutzes, der Anpassung an den Klimawandel und nachhaltiger Energie), SZ 05 (Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen (Wasser, Böden, Luft) und Verringerung der Abhängigkeit von Chemikalien) und SZ 06 (Beitrag zur Eindämmung und Umkehrung des Verlusts an biologischer Vielfalt, Verbesserung von Ökosystemleistungen und Erhaltung von Lebensräumen und Landschaften) auf und kann erst erfolgen, wenn die respektiven Evaluierungsberichte vorliegen. Das Evaluierungsteam stimmt sich bedarfsmäßig mit den Evaluator:innen der SZ ab.

In Bezug auf den GSP 23-27 ist das Ziel dieses AP die übergreifende Bewertung des Allgemeinen GAP-Ziels B („Unterstützung und Stärkung von Umweltschutz, einschließlich der biologischen Vielfalt, Klimaschutz und Beitrag zur Erreichung der umwelt- und klimabezogenen Ziele der Union, einschließlich ihrer Verpflichtungen im Rahmen des Übereinkommens von Paris“).

Laut Evaluierungsplan des GSP 23-27 sind für die Evaluierung des Evaluierungsthemas „Übergreifende Bewertung allgemeines GAP-Ziels B“ (ET_B) folgende zwei Evaluierungsfragen zu beantworten:

1) „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Umwelt- und Klimawirkungen zu erhöhen und einen Beitrag zur Erreichung gesetzter Umwelt- und Klimaziele zu leisten und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz/Zweckdienlichkeit, Kohärenz und EU-Mehrwert zu beurteilen?“

2) „Welche umwelt- und klimabezogenen Wechselwirkungen bestehen zwischen den Interventionen des GSP und wie werden mögliche negative Wechselwirkungen für Umwelt und Klima abgemildert bzw. ausgeglichen?“

Dem allgemeinen GAP-Ziel B sind laut Evaluierungsplan folgende SZ zugeordnet und für die übergreifende Bewertung relevant:

SZ04: Förderung des Klimaschutz, der Anpassung an den Klimawandel und nachhaltiger Energie

SZ05: Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen (Wasser, Böden, Luft) und Verringerung der Abhängigkeit von Chemikalien

SZ06: Beitrag zur Eindämmung und Umkehrung des Verlusts an biologischer Vielfalt, Verbesserung von Ökosystemleistungen und Erhaltung von Lebensräumen und Landschaften

Die Evaluierung des Allgemeinen GAP-Ziels B baut daher auf den Evaluierungsergebnissen der Evaluator:innen dieser SZ auf und kann erst erfolgen, wenn die respektiven Evaluierungsberichte vorliegen. Das Evaluierungsteam stimmt sich bedarfsmäßig mit den Evaluator:innen der SZ ab und unterstützt das BMLUK bei der Formulierung und Begleitung von Evaluierungsstudien.

 

Arbeitspaket  „Gleichstellung“
(Arbeitspaketleitung: Theresia Oedl-Wieser; Mitarbeit: Erika Quendler, Katrin Hofer (BAB Project), Martina Schorn)

- Ex-Post-Evaluierung des LE 14–20:

In Bezug auf die Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 wird zu Jahresbeginn 2026 geklärt, in welchem Umfang eine Gleichstellungsevaluierung durchgeführt wird. Im Rahmen der Gleichstellungsevaluierung wird voraussichtlich auf die Ergebnisse der Expertise „Auswertung von Daten zu ausgewählten investiven Maßnahmen des Österreichischen Programms für Ländliche Entwicklung 2014-2020 mit Fokus auf die Gleichstellung von Frauen und Männern“, auf Evaluierungsergebnisse der Interventionen „CLLD/LEADER“ sowie „Bildung und Beratung“ und auf die Ergebnisse der Begleitstudie zur Evaluierung des „Netzwerkes Zukunftsraum Land“ zurückgegriffen.

- Evaluierung GSP 23–27:

ET_Q1 “Gleichstellung”: Für die Evaluierung des Themas „Chancengleichheit“ im GSP 23 – 27 sind für 16 geschlechterrelevante Interventionen spezifische Fragen formuliert worden, die von den Evaluator:innen behandelt werden sollen. Darüber hinaus werden Begleitstudien beauftragt, die vertiefende Analysen für anstehende Fragen und Problemstellungen durchführen. Im Oktober 2025 wurde die Arbeit an der Bäuerinnen-Studie 2026 begonnen; eine weitere Evaluierungsstudie wird 2026 zum Thema Gleichstellung bei investiven Maßnahmen (73-01 Investitionen in die landwirtschaftliche Erzeugung, 73-08 Investitionen in Diversifizierungsaktivitäten) beauftragt.Die Evaluierungsfrage zum Evaluierungsthema „Gleichstellung“ (ET_Q1) in Bezug auf den GSP 23-27 lautet: „In welchem Umfang hat der GSP dazu beigetragen, die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, die gesellschaftliche und politische Teilhabe und die soziale Vielfalt zu unterstützen und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz (administrative Umsetzung), Relevanz/Zweckdienlichkeit, Kohärenz und EU-Mehrwert zu beurteilen?“ Neben dieser allgemein zu behandelnden Frage werden für ausgewählte Maßnahmen (derzeit 13) spezifische Gleichstellungsziele formuliert, die von den Evaluator:innen im Zuge der begleitenden Evaluierung beantwortet werden sollen. Die Evaluierungsergebnisse können in Folge in die Beantwortung der Gleichstellungsfrage einfließen. Des Weiteren wird das Evaluierungsteam das BMLUK bei der Formulierung von Begleitforschungsstudien unterstützen.

 

Arbeitspaket  „LEADER/CLLD“
(Arbeitspaketleitung: Ingrid Machold; Mitarbeit: Theresia Oedl-Wieser, Katrin Hofer (BAB Project), Martina Schorn)

- Ex-Post-Evaluierung des LE 14–20:

Evaluierung der Maßnahme LEADER/CLLD (Community-Led Local Development): Im Rahmen der Evaluierung dieser Maßnahme wird eine Aktualisierung des Berichtes zur Halbzeitbewertung des LE 14 – 20 aus dem Jahr 2019 auf Basis von aktuellen Daten, von eigenen Auswertungen und Analysen durchgeführt.

- Evaluierung GSP 23–27:

ET_C08_1 “Mehrwert von LEADER”: Für die Evaluierung des Themas LEADER im GSP 23 – 27 werden die zur Verfügung stehenden Daten ausgewertet und analysiert. Für eine vertiefende Betrachtung relevanter Themen werden Begleitstudien beauftragt.

Die Evaluierungsfrage zum Evaluierungsthema „Mehrwert von LEADER“ (ET_C08_1) in Bezug auf den GSP 23-27 lautet: „In welchem Umfang hat das LEADER/CLLD [Community-Led Local Development] Umsetzungsmodell im Rahmen des GSP zur lokalen Entwicklungsarbeit beigetragen, eine Verbesserung des Sozialkapitals im lokalen Umfeld sowie der lokalen Governance erreicht und durch Projekte und Initiativen mit hoher Akzeptanz und lokalem/regionalem Nutzen zur positiven Veränderung der sozioökonomischen Dynamik in lokalen Gebieten beigetragen und wie sind diese Wirkungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Effizienz (administrative Umsetzung), Relevanz/Zweckdienlichkeit, Kohärenz und EU-Mehrwert zu beurteilen?“ Darüber hinaus wird das Evaluierungsteam das BMLUK bei der Formulierung von Begleitforschungsstudien unterstützen.

 

Arbeitspaket  „Mobilität und Breitbandinfrastruktur
(AP-Leitung: Oliver Tamme)

- Ex-Post-Evaluierung des LE 14–20:

Für die Ex-Post-Evaluierung des LE 14-20 ist geplant, bestimmte Maßnahmen im Zusammenhang mit Mobilität und Breitbandinfrastruktur in Anlehnung an die Vorgehensweise bei der Halbzeitbewertung des LE 14-20 des Jahres 2019 auf Grundlage von aktuellen Daten und Auswertungen zu analysieren. Details dazu werden noch gemeinsam mit dem BMLUK abgeklärt.

- Evaluierung GSP 23–27:

Die Evaluierungstätigkeiten werden im Laufe des Jahres 2026 gemeinsam mit dem BMLUK abgeklärt.

Zeitplan

Projektbeginn:01/2024
Projektdauer: 12/2032

Projektstatus

laufend

ProjektleiterIn

TRIBL, Christoph

DI Dr. Christoph TRIBL

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme

Team

GAHLEITNER, Gerhard

DI Gerhard GAHLEITNER

Agrarökonomie und Datenmanagement
HAMBRUSCH, Josef

DI Dipl.-Päd. Ing. Josef HAMBRUSCH

Agrarökonomie und Datenmanagement
MACHOLD, Ingrid

Mag.a Dr.in Ingrid MACHOLD

Berggebietsforschung und Regionalentwicklung
NIEDERMAYR, Julia

DI.in Julia NIEDERMAYR

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
OEDL-WIESER, Theresia

Mag.a DI.in Dr.in Theresia OEDL-WIESER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
PFUSTERSCHMID, Sophie

DI.in Sophie PFUSTERSCHMID

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
QUENDLER, Erika

DI.in Dr.in Erika QUENDLER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
TAMME, Oliver

M.Sc. Oliver TAMME

Berggebietsforschung und Regionalentwicklung
WEIGL, Martin

DI BSc Martin WEIGL

Agrarökonomie und Datenmanagement
REITTER, Astrid

BEd. Astrid Reitter

Agrarökonomie und Datenmanagement
KÖMLE, Dieter

Dr. Dipl-Ing. Dieter Kömle

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
LAPPÖHN, Sarah

Mag.a Sarah LAPPÖHN

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
ZEILINGER, Julian

DI Julian Zeilinger

Agrarökonomie und Datenmanagement
HOFER, Katrin

DI.in Katrin Hofer

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
SCHORN, Martina

Dr.in Martina SCHORN

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
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