Forschungsprojekte

AWI/54/16 W: Mengen-Erträge aus dem Bio-Landbau

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Martin Brückler, Andreas Reindl

Die biologische Landwirtschaft nimmt seit vielen Jahren einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen Produktion in Österreich ein. Bereits rund 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden biologisch bewirtschaftet. Seitens des BMFLUW werden Anstrengungen unternommen den Bio-Landbau durch schwerpunktmäßige Maßnahmen zu fördern und weiterzuentwickeln. Grundlegend dafür sind Informationen über Flächenerträge der verschiedenen Kulturen sowie Gesamtmengen, lokale Unterschiede, der potentielle Bedarf und tatsächliche Ertragsunterschiede zur konventionellen Produktion.

Ziel des Projektes war es, die österreichweiten Mengen-Erträge aus dem Bio-Landbau darzustellen. Basierend auf vorhandene Daten, sollten spezifische Auswertungen nach Regionen (Trocken-, gelegentlich Trocken- und Feuchtgebiete), sowie landwirtschaftlichen Hauptproduktionsgebieten erfolgen. Bereits vorhandene Datensätze sollten aggregiert werden, um einen Überblick über die produzierten Mengen im Bio-Landbau zu geben und somit die Verfügbarkeit von statistischen Informationen in der Bio-Produktion verbessern.

Im Jahr 2017 wurde eine Umfrage zu Luzernen, Klee und Kleegras Anteil in der Fruchtfolge des Bio-Ackerbaus durchgeführt. Dazu wurden ausschließlich Biobauern mit Ackerflächen ohne Tierhaltung befragt (71 beantwortete Fragebögen). Die Ergebnisse dieser Befragung können im Grünen Bericht eingesehen wer-den. Die Zeitreihen zu Mengenertragsdaten der konventionellen und biologischen Ackerbauflächen (auf Basis der freiwillig buchführenden Betriebe 2003-2016) wurden um das Jahr 2016 erweitert. Um gewonnene Detail-ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden Arbeiten im Rahmen einer wissenschaftlichen Publikation durchgeführt und diese eingereicht (befindet sich momentan im Review Prozess).

Bisherigen Berechnungen von durchschnittlichen Mengenerträgen sowie relative Unterschiede in Mengenerträgen pro Hektar und Region sollten fortgeführt werden. Dies geschieht für das gesamte Bundesgebiet, Hauptproduktionsgebiete sowie Trocken-, gelegentlich Trocken- und Feuchtgebiete. Zusätzlich wurden gewonnene Erkenntnisse des Jahres 2017 in Form von zwei Beiträgen verarbeitet.
• Anteile von Luzernen, Klee und Kleegras in der Fruchtfolge des Bio-Ackerbaus und dessen Auswirkungen auf Fruchtfolgedeckungsbeiträge.
• Analyse der zeitlichen Entwicklungen von biologischen und konventionellen Mengenerträgen. Betrach-tungszeitraum 2003-2016.

Projektbeginn: Jänner 2016
Projektende: Dezember 2018

abgeschlossen
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