Forschungsprojekte

BAB 014/05: Die EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums

Die Zielsetzungen des Projektes wurden auf Wunsch des BMLFUW über die Periode 2007-2013 des Programms für die ländliche Entwicklung hinaus auf die neue Programmperiode 2014-2020 erweitert. Eine wichtige Voraussetzung für das Projekt stellten Forschungsarbeiten zum Gesamtprogramm, zu einzelnen Maßnahmen/Maßnahmengruppen, aber auch die Analyse im Zusammenhang mit der ersten Säule der gemeinsamen Agrarpolitik, der Kohäsionspolitik und den Strukturfonds der EU dar. Diese Arbeiten werden im Zuge der Diskussion der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und deren Umsetzung in der EU und in Österreich nach 2020 fortgesetzt.

Im Rahmen dieses Projektes werden Evaluierungsarbeiten durchgeführt, ExpertInnenwissen in die Implementierung des Programms eingebracht, Datenauswertungen und Vergleiche vorgenommen, an der Revision des Benachteiligten Gebietes mitgearbeitet und Arbeiten im Zuge der Diskussionen der Neuausrichtung der GAP nach 2013, der Umsetzung 2014-2020 und der Diskussion der GAP nach 2020 durchgeführt.

In den Jahren 2005-2016 wurden Expertisen und sonstige Unterlagen für das BMNT (BMLFUW) erstellt, Evaluierungsarbeiten und Datenauswertungen zur Revision des Sonstigen Benachteiligten Gebietes durchgeführt, Stellungnahmen zu Konsultationspapieren der EU-Kommission und Diskussionsbeiträge zum Health Check der Gemeinsamen Agrarpolitik, sowie Vorschläge zur GAP 2014 – 2020 analysiert. Es wurden Artikel zur Reform der GAP im Zusammenhang mit den Berggebieten verfasst und Stellungnahmen für die EU-Kommission erstellt sowie Referate und Diskussionsveranstaltungen zur GAP Reform, der Entwicklung in den Berggebieten und dem Ansatz des standardisierten Arbeitseinsatzes als Basis für Direktzahlungen gehalten. Die Verordnungsvorschläge der EU-Kommission und die Positionen des Europäischen Parlaments und des Europäischen Agrarministerrats waren dabei ein wichtiger Bezugspunkt in den Jahren 2012-2013. Auf Basis der TRILOG-Vereinbarungen zur GAP-Reform bis 2020, der endgültigen Rechtstexte und der Umsetzung in den Mitgliedsstaaten wurden 2014 für die Bereiche 1. Und 2. Säule der GAP weitere Analysen erstellt, Artikel geschrieben und Referate gehalten. Diese Analyse-, Publikations- und Referatstätigkeit wurde in den Jahren 2015 – 2018 fortgesetzt. Der Fokus lag dabei auf den Berggebieten und benachteiligten Gebieten. Für den Workshop des Agrarkommittees des Europäischen Parlaments zur Diskussion der Reformüberlegungen der GAP-Reform nach 2020 wurden in einem Grundlagenbericht Überlegungen zur Anpassung der 2. Säule ausgearbeitet und im Workshop (8. November 2016) präsentiert und mit den Mitgliedern des Europäischen Parlamentes diskutiert. In den Jahren 2017 und 2018 wurden diese Grundlagenarbeiten wiederholt präsentiert und zur Diskussion gestellt bzw. Analysen zur GAP-Konsultation erarbeitet, sowie die Berichte und Ergebnisse dieser Konsultation und der Entwurfspapiere der EU-Kommission, der NGOs etc. zur Neuausrichtung der GAP nach 2020 analysiert. Im Jahr 12018 wurden die Vorschläge der EU-Kommission zum mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 und der VO zur Modernisierung und Vereinfachung der GAP analysiert und präsentiert.

Im Jahr 2019 wurden weitere Arbeiten zur Analyse der Umsetzung der GAP-Reform 2014-2020 durchgeführt und die internationale und nationale Diskussion und die Vorschläge für die kommende GAP Periode nach 2020 analysiert.

Das Langzeitprojekt 014/05 (Die EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums) wird als eigenständiges Projekt mit Ende 2019 beendet und die Tätigkeiten zu diesem Projekt werden im Projekt AWI/184/18 (GAP nach 2020) weitergeführt.

Team

DAX, Thomas

Dr. Thomas Dax

Berggebietsforschung und Regionalentwicklung
LOIBL, Elisabeth

DI.in Elisabeth LOIBL

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
OEDL-WIESER, Theresia

Mag.a DI.in Dr.in Theresia OEDL-Wieser

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
TAMME, Oliver

M.Sc. Oliver TAMME

Berggebietsforschung und Regionalentwicklung
abgeschlossen
Dietrichgasse 27
1030 Wien
 +43 (1) 71100 - 637415

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