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AB005: Bewertungsergebnisse der einzelbetrieblichen Investitionsförderung

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Evaluierung der Maßnahmen (Art. 7 u. 11) und Niederlassungsbeihilfe (Art. 10) der VO(EG) 950/97 in Österreich 1995-1999

Hubert Janetschek

Der Evaluierungsbericht orientiert sich an der Arbeitsunterlage VI/7676/98/REV 2 Version

1.2.1999 der Europäischen Kommission. Darin wird auf die bestehenden Bewertungsverpflichtungen aufmerksam gemacht und ein Arbeitsprogramm zur Bewertung und Begleitung der Maßnahmen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 950/97 unterbreitet. Die Arbeitsunterlage enthielt eine Liste von Bewertungsfragen, die unter Verwendung der festgelegten Kriterien und Indikatoren beantwortet werden sollten. Der vorliegende Bericht folgt diesem Schema und beantwortet die Fragen in Bezug auf die einzelbetriebliche Investitionsförderung für Junglandwirte von 1995-1999; sie war in erster Linie auf Gebäudeinvestitionen ausgerichtet. In 62 % aller Fälle mit Stallbaumaßnahmen wurde in der Programmperiode ein tierfreundliches Haltungssystem gewählt. Der Großteil der Stallbauten betrifft die Rinderhaltung. Der Anreiz, das tierfreundliche Haltungssystem stärker zu fördern, hat sich bewährt. Eine Erhöhung der Förderintensität erscheint aber nicht notwendig, da sich der Anteil dieser Stallbauform kaum noch erhöhen lässt. Die einzelbetriebliche Investitionsförderung ist ein wichtiges Element in der Agrarpolitik. In vielen Betrieben bewirkt sie über die Verbesserung der Liquidität und Rentabilität sowie über die Minderung des Risikos Rationalisierungs- und Entwicklungsschritte, die ansonsten nicht vollzogen werden können. Es hat sich gezeigt, dass die Förderung, soweit es gelingt, sich auf entwicklungsfähige Betriebe zu konzentrieren und nicht entwicklungsfähige auszuklammern, die einzelbetriebliche Förderung auch sektoral gesehen positive strukturelle Wirkungen hat. Es sollte eine solche Förderung zumindest auf mittlerer Sicht erhalten bleiben.

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