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AB025: Investitionsentscheidung im Bio-Milchviehbetrieb zur Einhaltung der EU-Tierhaltungsverordnung

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Leopold Kirner

Welche Maßnahmen die Biobauern und Biobäuerinnen mit Milchviehhaltung aufgrund der Bio-Tierhaltungsverordnung künftig ergreifen wollen und welche Kosten sich aus deren Einhaltung ergeben, ist Gegenstand dieser Studie. Sie informiert konkret über die künftigen Rahmenbedingungen der Biomilchproduktion, über ausgewählte Merkmale der Betriebe bzw. Betriebsleiter und deren Vorhaben betreffend Einhaltung der Bio-Tierhaltungsverordnung sowie über die

Mehrkosten der Biomilchproduktion. Zur Gewinnung der gewünschten Informationen wurden im April 2002 Fragebögen an Bauern und Bäuerinnen versendet, die Auswahl der Betriebe erfolgte mittels einer geschichteten Zufallsstichprobe nach Betriebsgrößenklassen. Die Auswertung stützt sich auf 456 Biobetriebe. Die Frage zu den Stallsystemen ergab, dass auch in Biobetrieben großteils die Anbindehaltung vorherrscht und diese daher zu Anpassungsmaßnahmen im Rahmen der EU-Tierhaltungsverordnung gezwungen sind. Anhand von Modellrechnungen mittels linearer Planungsrechnung wird der erforderliche Biomilchpreiszuschlag zur Abdeckung dieser Mehrkosten berechnet. Mehrere Modellbetriebe und Varianten wurden ausgewählt, um unterschiedliche Betriebsausrichtungen und Anpassungsmaßnahmen zur Einhaltung der Tierhaltungsvorschriften abzubilden. In allen Betrieben bzw. Varianten errechneten sich höhere Kosten in der biologischen Milchproduktion von 3,3 bis 7,3 Cent je kg Milch. Einen besonderen Einfluss auf die Mehrkosten übt die Höhe der Investitionskosten zur Einhaltung der Bio-Tierhaltungsrichtlinien aus.

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