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FB08: Der Maschinen- und Betriebshilfering aus Sicht der Mitglieder

Ignaz Knöbl

Bei der horizontalen Kooperation auf der landwirtschaftlichen Erzeugerstufe unterscheidet man drei Integrationsstufen mit unterschiedlicher Kooperationsintensität. Die erste Stufe ist die gemeinsame Nutzung von Produktionsfaktoren (insbesondere Maschinen bzw. Arbeit). Die zweite Stufe sind Einzelproduktgemeinschaften bzw. Betriebsgemeinschaften. Die dritte Stufe wäre die Fusion von Einzelbetrieben zu Gemeinschaftsbetrieben.
Im gegenständlichen Forschungsprojekt wird lediglich die erste Stufe der Integration behandelt, die in ihrer Ausformung als Maschinengemeinschaften und Maschinen-und/oder Betriebshilferinge einige Bedeutung hat. Insbesondere die Maschinen- und Betriebshilferinge werden von Agrarwissenschaftern und sich daran beteiligenden Landwirten überwiegend als brauchbare Form der überbetrieblichen Zusammenarbeit eingestuft. Brauchbar insofern, da sie einerseits geeignet sind, den Aufwand in Form von Maschinenkapital zu senken und damit das landwirtschaftliche Einkommen zu verbessern; andererseits die Arbeitsbelastung zu verringern und damit das Landleben zu humanisieren. Allerdings sind derzeit erst etwas mehr als 10 % der österreichischen Betriebsführer Maschinenringmitglieder. Die Gründe für diese verhältnismäßig geringe Beteiligung liegen vielfach im Dunkeln. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland liegen in Österreich bisher keine (veröffentlichten) sozialwissenschaftlichen Untersuchungen über Motive und Hemmnisse eines Maschinenringbeitritts vor. Dieses Forschungsprojekt will dazu beitragen, diese Lücke schließen zu helfen.

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