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FB10: Bergbauernförderung in Österreich - Direktzahlungen von Bund und Ländern

Ignaz Knöbl

Als der Bergbauernzuschuß des Bundes geschaffen wurde, bedeutete dies eine qualitative Änderung der Agrarpolitik. Die offenen oder verdeckten Formen der Produktsubventionierung, die über die Menge einkommenswirksam werden, wurde damit eine erste Alternative entgegengestellt. Seither sind eine Reihe von unterschiedlich konzipierten Förderungen geschaffen woden, denen allen gemeinsam ist, dass sie nicht über den "Umweg" Produkt- bzw. Exportsubventionierung und Zinsenstützung bei der Investitionsförderung, sondern direkt einkommenswirksam sind.

Bei der vorliegenden Publikation handelt es sich um eine systematische Gesamtdarstellung dieser wesenltichsten Direktzahlungen an die Berglandwirtschaft. Der Bergbauernzuschuß des Bundes, die Betriebswirtschaftsprämien und Alpungsprämien der Länder sowie die für das Wirtschaftsjahr 1984/85 erstmals ausbezahlte Vergütung des "allgemeinen Absatzförderungsbeitrages" an Bergbauern der Zonen 3 und 4 werden nach ihren Zielsetzungen, den Vergabekriterien, dem Förderungsumfang und den Empfängerzahlen dokumentiert. Bei jeder der genannten Förderungsmaßnahmen wird die Entwicklung seit deren Einführunge dargestellt und zwar sowohl bezüglich der Änderungen der Anspruchskriterien als auch der Empfängerzahlen und Auszahlungssummen. Der umfangreiche statistische Teil (insgesamt 108 Tabellen) - Bergbauernzuschuß und Bewirtschaftungsprämien werden dabei seit deren jeweiligem Einführungsjahr bis auf Bezirksebene dargestellt - ermöglicht Aussagen über die regonale Wirksamkeit dieser Förderungsmaßnahmen. Da die Maßstäbe für den bergbäuerlichen Charakter eines Landwirtschaftsbetriebes ein wesentliches Anspruchskriterium bei den genannten Direktzahlungen sind, werden zudem die Bergbauerneinteilungssysteme des Bundes und der Bundesländer erläutert.

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