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FB45: Zukunft mit Aussicht

Für diesen Reader wurden von früheren und derzeitigen MitarbeiterInnen der Bundesanstalt für Bergbauernfragen Beiträge zur Agrar-, Regional-, Umwelt- und Sozialforschung im ländlichen Raum verfasst. Die Idee dazu entstand mit der Konzeption der Vortragsreihe "20 Jahre Bundesanstalt für Bergbauernfragen". Die Vortragsreihe war in vier thematische Schwerpunkte gegliedert und umfasste im Jahr 1999 sieben Vorträge von früheren MitarbeiterInnen. Die Vorträge waren sehr gut besucht und die Diskussion war - in der bewährten Tradition der BA für Bergbauernfragen - lebhaft und kontrovers.

Alle ReferentInnen stellten sich erfreulicherweise der Herausforderung, die Referate auch in schriftlicher Form für diesen Reader bis zum Anfang 2000 auszuarbeiten. Die derzeitigen MitarbeiterInnnen der BA für Bergbauernfragen haben für diesen Reader Forschungsergebnisse bzw. Diskussionsbeiträge zum aktuellen Wissenschaftsdiskurs beigesteuert. Alle diese Beiträge zeigen die breite Themenpalette und die Freude am wissenschaftlichen Diskurs. Wenn es heißt, nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, dann geben die vorliegenden Beiträge ein Bild, das die früheren und derzeitigen MitarbeiterInnen der BA für Bergbauernfragen als sehr muntere und lebendige Fische im Fluss der Wissenschaft zeigt.

Im ersten Beitrag des Readers beschäftigt sich Josef Krammer, Gründer und Direktor der BA für Bergbauernfragen, anlässlich des 20 jährigen Jubiläums mit der Geschichte, den Erfolgsfaktoren und der Zukunft der BA für Bergbauernfragen sowie der Regional- und Agrarpolitik und -wissenschaft.

Im Kapitel Regionalentwicklung behandelt Rudolf Niessler das Europäische Raumentwicklungskonzept, das auf drei wichtige Ziele hinarbeitet: wirtschaftliche und soziale Kohäsion, nachhaltige Entwicklung und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der EU. Von Ignaz Knöbl werden die Entstehungsgeschichte, die Verhandlungsergebnisse und der Budgetrahmen für die Förderung des ländlichen Raumes in Österreich analysiert und bewertet. Thomas Dax untersucht die Regionalentwicklung in Mittel- und Osteuropa und sieht die Gefahr der Vertiefung der regionalen Disparitäten. Theresia Oedl-Wieser analysiert Ausgestaltung und Ausmaß der Gender-Sensibilität in den österreichischen Strukturfondsprogrammen und schlägt notwendige Verbesserungen vor.

Im Kapitel Agrar- und Strukturpolitik beschäftigt sich Marija Markeš mit den Erwartungen, Vorbereitungen und Verhandlungspositionen Sloweniens auf dem Weg in die EU. Christine Meisinger schreibt über die Reform im Rahmen der "Agenda 2000" der EU und über die wichtigsten davon betroffenen Politikbereiche. Oliver Tamme behandelt am Beispiel der Umweltprämien und der Wegebaumaßnahmen die Beschäftigungseffekte agrar- und regionalpolitischer Maßnahmen in Österreich.

Im Kapitel Umwelt und Wirtschaft wird von Gerhard Hovorka die Theorie der Ökologischen Ökonomie als sinnvoller Rahmen für die Berglandwirtschaft diskutiert. Josef Hoppichler beschäftigt sich mit dem rechtlichen Rahmen, den Argumenten und den Konzepten GVO-freier ökologisch sensibler Gebiete und präsentiert die Ergebnisse einer ExpertInnenbefra-gung. Michael Zoklits zeigt Strategien für einen zukunftsfähigen Biolandbau unter EU-Bedingungen auf.

Im Kapitel Innovative Prozesse zeichnen Maria Asamer-Handler und Karl Reiner am Beispiel der ÖAR den Weg vom regionalpolitischen Konzept zum erfolgreichen Entwicklungskonzept nach. Elisabeth Loibl geht es in ihrem Beitrag um die menschlichen und sozialen Voraussetzungen für innovatives Verhalten. Michael Groier analysiert am Beispiel des Waldviertels soziokulturelle und ökonomische Aspekte von Aussteigerlandwirtschaften. Stefan Vogel beschäftigt sich mit sozialwissenschaftlichen Arbeitsperspektiven und deren möglichen Leistungen für ein problemorientiertes Verständnis von Agrarkultur. Georg Wiesinger diskutiert in seinem Beitrag neue soziale Aufgaben für die Landwirtschaft und die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen. Michael Kogler beschäftigt sich mit der Kosten- und Leistungsrechnung im öffentlichen Dienst. Roland Neissl erläutert in einer adäquaten Sprache die moderne Technik am Beispiel des Internet. Josef Hoppichler hielt anlässlich des Abschlussfestes zur Veranstaltungsreihe eine humoristische Abendvorlesung über das "szientifische Nichts".

Dieser Beitrag rundet das Bild über die Wissenschaften und der damit befassten Personen ab. Die redaktionelle Verantwortung für den vorliegenden Reader war für mich durchaus eine Herausforderung. Das Ergebnis - eine große Fülle an äußerst lesenswerten und lesbaren Beiträgen verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und -ansätzen erfüllt mich - und hoffentlich auch die geneigten LeserInnen - mit Freude.

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