Bundesminister Norbert Totschnig besuchte am 1. Juni 2026 die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB), um sich über aktuelle Forschungsschwerpunkte und ausgewählte Projekte der Bundesanstalt zu informieren. Im Rahmen des Besuchs präsentierten die einzelnen Abteilungen ihre Arbeitsbereiche sowie laufende Forschungs- und Evaluierungsprojekte. Dabei wurde die thematische und methodische Breite der Bundesanstalt deutlich – von agrarökonomischen Fragestellungen, der Programmierung von KI und Managementanwendungen, über die Entwicklung ländlicher Räume bis hin zu gesellschaftlichen und regionalpolitischen Herausforderungen.
Der Minister nutzte die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der geleisteten Arbeit. „Wir brauchen die Forschung“, betonte Bundesminister Totschnig. Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sei eine fundierte wissenschaftliche Grundlage für politische Entscheidungen unverzichtbar.
Besonders hob der Minister die Bedeutung einer belastbaren Daten- und Faktenbasis hervor: „Eine fundierte Faktenlage hat eine steigende Bedeutung.“ Wissenschaftliche Expertise und unabhängige Analysen seien wesentliche Voraussetzungen für eine evidenzbasierte Politikgestaltung. Vor diesem Hintergrund unterstrich er auch die Rolle der Bundesanstalt als Kompetenzzentrum innerhalb des Ressorts und würdigte das vorhandene Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Wir schätzen die Arbeit der BAB“, hielt Totschnig fest. Die Bundesanstalt leiste mit ihren Analysen, Evaluierungen und Forschungsarbeiten einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung der österreichischen Agrar- und Regionalpolitik. Besonders verwies er auf die Unterstützung der vergangenen Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), bei denen die fachliche Expertise der Bundesanstalt eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen bildete.
Als aktuelles Beispiel für die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsarbeit nannte der Minister die Bäuerinnenstudie, die wertvolle Einblicke in die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in der Landwirtschaft liefert und damit wichtige Impulse für Politik und Praxis setzt.
Darüber hinaus betonte Bundesminister Totschnig die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation. Wissen dürfe nicht auf einen engen Fachkreis beschränkt bleiben, sondern müsse verständlich aufbereitet und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Wissen hat in Zeiten von gezielter Desinformation einen hohen Stellenwert“, so der Minister. Die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse sei daher eine wichtige Aufgabe, um faktenbasierte Diskussionen zu fördern und das Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit zu stärken.
Der Besuch unterstrich die wichtige Rolle der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen als wissenschaftliche Einrichtung des Ressorts. Der Austausch bot zugleich die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen und zukünftige Forschungsfelder zu diskutieren und die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise für die Gestaltung einer nachhaltigen Agrar- und Regionalpolitik hervorzuheben.