Vom 14. bis 17. April 2026 traf sich das NEXRUR-Konsortium in Burgos (Spanien), um gemeinsam an innovativen Ansätzen für nachhaltige, gemeinschaftsgetragene Geschäftsmodelle im ländlichen Raum zu arbeiten. Gastgeber war die Universität Burgos, die ein vielfältiges und dichtes Programm organisiert hatte.
Seitens der BAB nahmen Katrin Hofer (BAB Project) und Oliver Tamme am Treffen teil. Ergänzt wurden sie von Markus Herndl von der FoodCoop „S’Gartl“ Windischgarsten, der als Praxispartner wertvolle Einblicke aus der Umsetzung vor Ort einbrachte.
Auftakt und gemeinsames Ankommen
Das Treffen begann mit einem informellen Empfang im historischen Stadtzentrum von Burgos. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Teilnehmenden austauschen und kennenlernen – ein gelungener Einstieg, der den Grundstein für die folgenden Arbeitstage legte.
Fokus auf CLBM: Austausch, Methoden und Weiterentwicklung
Der erste volle Arbeitstag stand ganz im Zeichen der sogenannten Community-Led Business Models (CLBM). In mehreren Workshops wurden Erfahrungen aus den verschiedenen Fallstudien diskutiert und weiterentwickelt. Besonders im Fokus standen:
- die Anwendung und Reflexion des CLBM Canvas,
- der Austausch von Erfolgen und Herausforderungen in den einzelnen Regionen,
- sowie die Einführung der Learning History Method, um Erkenntnisse systematisch zu dokumentieren.
Darüber hinaus bot ein Koordinationstreffen mit chinesischen Partnern Raum für internationalen Austausch und neue Forschungskooperationen.
Am Nachmittag wurden zentrale Projektbestandteile weiter geschärft – darunter die Validierung des CLBM-Frameworks sowie die Analyse von Motivationen, Chancen und Barrieren (MOB) innerhalb der Geschäftsmodelle.
Lernen vor Ort: Exkursionen und Praxisbeispiele
Ein besonderes Highlight war der Exkursionstag in die Region rund um Burgos. Die Teilnehmenden besuchten zwei Best-Practice-Beispiele vor Ort:
- einen regenerativen Landwirtschaftsbetrieb („DeYerba: La Carne de Pasto“) in Zael,
- und ein Weingut in der Region Ribera del Duero, das innovative Geschäftsmodelle im Weinbau vorstellte.
Diese Praxisbeispiele boten wertvolle Einblicke in die Umsetzung nachhaltiger Geschäftsmodelle vor Ort und ermöglichten einen intensiven Austausch mit lokalen Akteuren.
Ergebnisse sichern und weiterer Ausblick
Am letzten Tag lag der Fokus auf der Sicherung und Weitergabe der gewonnenen Erkenntnisse. In einer sogenannten Harvesting Session wurden zentrale Learnings zusammengetragen und reflektiert. Ergänzend wurden Themen wie Kommunikation, Dissemination und Projektmanagement behandelt.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Reflexion der Fallstudien unter dem Motto: „The seed I take with me“ – ein symbolischer Blick auf die Impulse, die jeder Teilnehmende aus Burgos mitnimmt.
alle Fotos: Oliver Tamme
Fazit
Das Nexrur-Treffen in Burgos war geprägt von intensivem fachlichem Austausch, internationaler Zusammenarbeit und praxisnahen Einblicken. Es hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Kooperation, Wissenstransfer und gemeinsame Lernprozesse sind, um nachhaltige Lösungen für ländliche Räume zu entwickeln.














