Vom 23. bis 25. März fand an der Universität Oxford die jährliche Konferenz der britischen Gesellschaft für Agrarökonomie, der „Agricultural Economics Society“ (AES), statt – zugleich die Feier ihres 100-jährigen Bestehens https://aes.ac.uk/annual-conference. Rund 300 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik, Praxis und Interessenvertretungen nutzten die Konferenz, um aktuelle agrarökonomische Fragestellungen zu diskutieren und Ideen, Methoden sowie Forschungsergebnisse auszutauschen.
Im Mittelpunkt der Plenarvorträge standen die Herausforderungen agrar- und ernährungspolitischer Entscheidungsfindung in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld sowie die Frage, wie empirische Forschung zur Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme beitragen kann. Die zahlreichen Parallel-Sessions griffen viele dieser Aspekte ebenfalls auf und verdeutlichten darüber hinaus die große methodische und thematische Bandbreite der agrarökonomischen Forschung – von Resilienz sowie Tiergesundheit über ländliche Entwicklung bis hin zu Verbraucherpräferenzen. Neben dem fachlichen Austausch bot die Tagung zahlreiche Möglichkeiten zum Knüpfen und Pflegen von Kontakten sowie zur Entwicklung zukünftiger kooperativer Forschungsvorhaben.
Julian Zeilinger vertrat die BAB auf der Konferenz mit dem Beitrag Weathering the Change: How Adaptive Capacity Drives Climate Adaptation Potential of Farms:
Im Rahmen der Session Anpassungsökonomie stellte der Vortrag eine laufende Studie zum Zusammenhang zwischen Anpassungspotenzial und Anpassungsfähigkeit österreichischer Ackerbaubetriebe an den Klimawandel vor. Grundlage ist ein ökonometrisches Modell, das einzelbetriebliche Daten mit detaillierten meteorologischen Daten kombiniert. Erste Ergebnisse legen nahe, dass Betriebe mit ausgeprägter Anpassungsfähigkeit zugleich auch über ein höheres Anpassungspotenzial an den Klimawandel verfügen. Dies unterstreicht die zentrale Rolle der Anpassungsfähigkeit sowie den Bedarf an gezielter Politik zur Stärkung der Klimawandelanpassung landwirtschaftlicher Betriebe. Der Beitrag ist Teil des Projekts Klimawandelanpassung im österreichischen Ackerbau. Weitere Informationen finden sich unter: https://dafne.at/projekte/klosta