Im Rahmen der geplanten Anpassung der GSP-AV sowie des GSP 2026 sollen auch Änderungen im Bereich der Sektorinterventionen für den Obst- und Gemüsesektor vorgenommen werden. Im Zuge dessen sind das BMLUK und die AMA an die BAB herangetreten, um gemäß den Vorgaben der Europäischen Kommission für vorab definierte Interventionen Einheitskostensätze zu berechnen. Das von der Europäischen Kommission forcierte System der Einheitskostensätze trägt bei zu einer effizienteren Verwaltung, zu einer Reduktion der Bürokratie auf Seiten der Förderwerber:innen, zu einer höheren Planungssicherheit und somit zu einer unkomplizierteren Durchführung von Förderprojekten. Die von der BAB durchgeführten Berechnungen dienen den Entscheidungsträger:innen als Grundlage für die Anpassungen im GSP-AV und GSP 2026 und sollen bereits 2027 zur Anwendung kommen.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist es, für die von der AMA ausgewählten Interventionen Einheitskostensätze zu kalkulieren, um daraus Beihilfensätze für die Operationellen Programme der Erzeugerorganisationen abzuleiten. Zudem sind die durchgeführten Kalkulationen in Form kurzer Berichte zu dokumentieren. Diese Berichte beschreiben sowohl die Kalkulationslogik als auch die Berechnungs- und Datengrundlagen. Mit Stand Dezember 2025 sind für folgende von der AMA genannten Interventionen Einheitskostensätze zu berechnen:
- GSP 47-14 (Verbesserung der Resilienz gegenüber Schädlingen und Pflanzenkrankheiten)
- Resistentes Saatgut – Grünerbsen
- Veredeltes Pflanzgut – Tomate
- Veredeltes Pflanzgut – Gurke
- veredeltes Pflanzgut – Melanzani
- Veredeltes Pflanzgut – Paprika
- GSP 47-16 (Verringerung des Pestizideinsatzes)
- Nützlingseinsatz – Tomate
- Nützlingseinsatz – Gurke
- Nützlingseinsatz – Paprika
- Nützlingseinsatz – Melanzani
- Evaluierung bestehenden Einheitskostensätze für Verwirrung/innovativer Pflanzenschutz sowie veredeltes Pflanzgut (GSP 47-16 Verringerung des Pestizideinsatzes) und GSP 47-14 Verbesserung der Resilienz gegenüber Schädlingen und Pflanzenkrankheiten)
- Verwirrung
- Innovativer Pflanzenschutz
- Resistentes Saatgut – Spinat
- Resistentes Saatgut – Basilikum
Arbeiten 2026
- Literaturrecherche zu relevanten Arbeiten, Studien und Artikeln zu den einzelnen Interventionen,
- Durchführung von Expert:innenbefragungen zu den jeweiligen Interventionen,
- Sammlung und Aufbereitung von Daten; von Seiten des BMLUK und der AMA erfolgte diesbezüglich die Zusage, dass die EOs schon von Beginn an ins Projekt eingebunden werden und bereit sind, sowohl quantitative als auch qualitative Daten in angemessenem Umfang bereitzustellen,
- Kick-Off-Meeting Anfang 2026: Das Kick-Off-Meeting bringt alle Betroffenen (BMLUK, AMA, BAB und EOs) zusammen und soll ein gemeinsames Verständnis für das System der Einheitskosten schaffen. Im Zuge der Arbeiten erfolgt die Einbindung weiterer Stakeholder:innen und Marktteilnehmer:innen,
- Einholen von möglichst vielen Angeboten (je nach Produkt gibt es teilweise nur wenige Anbieter:innen),
- Kalkulation der Einheitskostensätze sowie Festlegung des Beihilfesatzes; entsprechend der zur Verfügung stehenden Datengrundlagen werden sich die Kostensätze in einer bestimmten Bandbreite bewegen, im Rahmen derer die Entscheidungsträger:innen einen Kostensatz festlegen können (z.B. auf Basis der Minimalkosten, Durchschnittskosten,
- Erstellung einer Dokumentation (beschreibender Teil der Dokumentation, Sammlung der Datengrundlagen).
Zeitplan
Projektbeginn: 01.01.2026
Projektende: 31.12.2026