Im Rahmen der 25-Jahr-Jubiläumsfeier des Regionalverbandes Nockregion-Oberkärnten (RVN) im Kulturhaus Seeboden am Millstätter See präsentierten Ingrid Machold und Karin Schroll einem breiten Publikum die zentralen Ergebnisse des Projekts RUSTIK. Die Nockregion ist eine von 14 europäischen Pilotregionen, in denen neue Ansätze erprobt werden, um ländliche Räume in Übergangsprozessen zu unterstützen – insbesondere durch die Nutzung von Daten und deren Integration in regionale Entwicklungsprozesse.
Die Region verfügt über langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern. Der Living-Lab-Ansatz im Projekt RUSTIK geht jedoch noch weiter: Er setzt auf eine langfristige Kooperation, in der regionale und wissenschaftliche Partner kontinuierlich gemeinsam arbeiten – von der gemeinsamen Problemverständigung über die Konzept- und Strategieentwicklung bis hin zur Umsetzung.
Im Mittelpunkt der Arbeiten in der Nockregion stand die Situation der Kleinunternehmen. Mit der Analyse statistischer Daten, einer Onlineumfrage von Unternehmen und der räumlichen Vollerfassung der regionalen Unternehmen schafft das Datenexperiment Evidenz und Bewusstsein für ihre Lage und trägt so wesentlich zu ihrer Sichtbarkeit, zur Erkennung ihrer Bedürfnisse und zur Stärkung ihrer Rolle in regionalen Entwicklungsprozessen bei. Die Erkenntnisse fließen unmittelbar in die regionale Strategie „Auf dem Weg zur besten Lebens- und Arbeitsregion“ ein.
Die Jubiläumsveranstaltung bot zudem Anlass, Christine Sitter, langjährige LEADER- und Regionalmanagerin, feierlich zu verabschieden. In einer Mischung aus Rückschau und Zukunftsausblick kamen zahlreiche Wegbegleiterinnen aus Regionalentwicklung und Politik zu Wort, die ihre Verdienste und die gewachsenen regionalen Netzwerke würdigten. Ihre Nachfolgerin Katharina Spöck führt diese Arbeit fort und knüpft an die etablierten Kooperationen zwischen Region und Wissenschaft an.
Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag von Martin Heintel vom Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. Unter dem Titel „Kooperationen stärken“ hob er die Bedeutung partnerschaftlicher Ansätze hervor – ein zentrales Prinzip des Living-Lab-Gedankens, der auch RUSTIK prägt.
Fotocredits: Sarah Fraueneder