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Teilnahme am 18. Kongress der Europäischen Gesellschaft für Agrarökonomie

Vom 26. bis 29. August 2025 fand an der Universität Bonn der 18. Kongress der Europäischen Gesellschaft für Agrarökonomie (EAAE) statt – zugleich die Feier ihres 50-jährigen Bestehens (https://www.ilr1.uni-bonn.de/eaaecongress2025/en). Über 1.000 Teilnehmer:innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik, Praxis und Interessenvertretungen kamen zusammen, um Wissen und Verständnis der Agrarökonomie – insbesondere im europäischen Kontext – zu vertiefen und Ideen, Methoden und Forschungsergebnisse auszutauschen.

Unter dem Leitthema „Transformation der Ernährungssysteme in herausfordernden Zeiten“ boten die Plenarvorträge spannende Einblicke in die Rolle der Agrarökonomie. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Agrar- und Ernährungssystem dabei unterstützt werden kann, die Herausforderungen widersprüchlicher Interessen zu bewältigen und einen Beitrag zur Erreichung globaler Nachhaltigkeitsziele zu leisten. Die zahlreichen Foren zeigten die enorme methodische und thematische Bandbreite der agrarökonomischen Forschung in Europa und darüber hinaus. Neben dem fachlichen Austausch bot die Tagung zahlreiche Möglichkeiten zum Knüpfen und Pflegen von Kontakten und zur Entwicklung zukünftiger kooperativer Forschungsvorhaben.

Die BAB wurde durch Dieter Kömle, Martin Schönhart und Julian Zeilinger vertreten, die mit folgenden Beiträgen zum Erfolg der Konferenz beitrugen:

 

Economic efficiency and subsidies in a coastal commercial fishery
Präsentation von Dieter Kömle
Gemeinsam mit internationalen Projektpartnern (IGB Berlin, Thünen Rostock, CSIRO Brisbane) wird in dieser Studie untersucht, wie sich verschiedene Politikmaßnahmen (geförderte zeitweilige Stilllegungen, Abwrackprämien und Investitionsförderungen) auf die Effizienz von Fischereibetrieben auswirken. Dabei kommen moderne Methoden des kausalen maschinellen Lernens zum Einsatz. Erste Ergebnisse weisen auf differenzierte Politikeffekte hin und helfen dabei, den Diskurs um die Zielkonflikte zwischen der Verteilung natürlicher Ressourcen zwischen Interessensgruppen, sowie deren langfristiges Management, zu gestalten. Weitere Details unter BAB 080/25: Der Einfluss agrar- und ernährungspolitischer Maßnahmen auf die allokative Effizienz mit DEA und Machine Learning

Long-Term GHG Emissions of the Austrian Agricultural Sector and Scenario Estimates for 2050
Präsentation von Martin Schönhart
Als Teil der “Organized Session: GHG Projections & Mitigation: From Science to Projection Reports: Evidence on Greenhouse Gas Mitigation Strategies in Agriculture“, geleitet von Drin. Mareike Söder (Thünen Institut, D) und Drin. Sundus Saleemi (ZALF, D), stellte dieser Beitrag, in Co-Autor:innenschaft mit Katharina Falkner & Erwin Schmid (BOKU) und Franz Sinabell (WIFO), die österreichischen Emissionsszenarien im Bereich Landwirtschaft vor. Diese sind Teil der UNFCCC Treibhausgas-Berichterstattung. Die Session bot Einblicke in die unterschiedlichen Herangehensweisen zur Modellierung von Szenarien zu Treibhausgasen in den Agrarsektoren Norwegens, der Niederlande, Deutschlands, Österreichs und Neuseelands. Die Teilnehmer der Session sind gleichzeitig Partner im laufenden MACSUR SciPolNet Projekt. Das vom Thünen Institut geleitete Projekt baut ein wissenschaftlich-politisches Netzwerk zur evidenzbasierten Unterstützung von Strategien zur Minderung der Treibhausgase im Agrarsektor auf. Das übergeordnete Ziel ist die Erleichterung und Verbesserung des wissenschaftlich-politischen Kommunikationsprozesses für die strategische Gestaltung der Klimapolitik auf landwirtschaftlicher Betriebsebene und die Beschleunigung der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in den FACCE-JPI-Mitgliedsländern. Die BAB ist Projektpartner in MACSUR SciPolNet. Für weitere Details, siehe https://dafne.at/projekte/macsur-scipolnet

EAAE MACSUR session
EAAE MACSUR session, © Thünen Institut


Economic Models to Inform Agricultural Policy Processes in Austria: Available Tools and Knowledge Gaps

Präsentation von Martin Schönhart
Als Teil der “Organized Session: Model-Based Policy Evaluation in Agriculture: Focus on Land-Use Change in Germany, Switzerland, and Austria”, geleitet von Prof. Martin Banse (Thünen Institut, D) stellte dieser Beitrag, in Co-Autorenschaft mit Erwin Schmid (BOKU) und Franz Sinabell (WIFO), Projekte vor, die normative agrarökonomische Modelle von der Feld- bis zur nationalen Ebene verwendeten, um evidenzbasierte politische Prozesse mit wissenschaftlichen Informationen und Entscheidungshilfen zu unterstützen. Ein gemeinsames Merkmal dieser Projekte ist der wissenschaftlich-politische Dialog. Der Vortrag diskutierte, wie diese Modelle politische Prozesse in der Vergangenheit unterstützt haben. Die Session entstand aus einer Kooperation der agrarökonomischen Ressortforschungseinrichtungen in Deutschland (Thünen Institut), der Schweiz (Agroscope) und Österreich (Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen). Ulrich Kleinwechter (BMEL, D) und Markus Hopfner (BMLUK, AT) lieferten als Vertreter nationaler Ministerien und gleichzeitig Auftraggeber dieser Studien wertvolle Einblicke in Anwendungsmöglichkeiten aber auch Einschränkungen der Modellierungsstudien in agrarpolitischen Prozessen. Die Notwendigkeit der Verfügbarkeit von Modellen wurde außer Frage gestellt. Diskutiert wurden Anforderungsprofile, aus denen sich notwendige Weiterentwicklungen der Modelle ableiten lassen.

EAAE Model session
EAAE Model session, © Martin Schönhart


Heterogeneity In Climate Change Adaptation Potential: A Panel Quantile Regression Approach

Poster von Julian Zeilinger
Als Teil der Postersession ‚Modellierung in Landwirtschaft und natürlichen Ressourcen‘ stellte dieser Beitrag eine laufende Studie zum Zusammenhang zwischen Anpassungspotenzial und Anpassungsfähigkeit österreichischer Ackerbaubetriebe an den Klimawandel vor. Grundlage ist ein ökonometrisches Modell, das Daten einzelner Betriebe mit detaillierten meteorologischen Daten kombiniert. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Betriebe mit geringerer Anpassungsfähigkeit über ein begrenzteres Anpassungspotenzial verfügen. Dies unterstreicht die zentrale Rolle der Anpassungsfähigkeit und den Bedarf gezielter Politik zur Stärkung der Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe. Dieser Beitrag ist Teil des Projektes „Klimawandelanpassung im österreichischen Ackerbau“. Für weitere Details, siehe https://dafne.at/projekte/klosta

 

 

Banner des Kongresses

Banner des Kongresses

© Uni Bonn / https://www.ilr1.uni-bonn.de/eaaecongress2025/en

Team

KÖMLE, Dieter

Dr. Dipl-Ing. Dieter Kömle

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
ZEILINGER, Julian

DI Julian Zeilinger

Agrarökonomie und Datenmanagement
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